Ein Spiel mit den Erwartungen an die Fotografie. Das Zentrum der Aufnahme ist oft verhüllt oder ausgespart, der Blickwinkel ist ungewohnt, der Hintereingang eines Grandhotels interessanter als dessen Luxusfassade.
Volker Renners fotografische Sammlung umfasst Oberflächenerscheinungen, Durchblicke und Passagen – architektonische Konstellationen, die die Auflösung des öffentlichen Raumes bezeugen, dokumentieren und die vom Glauben an die Gestaltbarkeit eines sozialen Miteinanders zeugen.
Manchmal ist es ein gelber Schlauch, der von einem Bild ins nächste führt. Andere Aufnahmen entziehen sich der gemeinsamen Struktur in dem Moment, in dem man meint, ihr Rätsel gelöst zu haben.
In Volker Renners Fotografien verwischen die verschiedenen Zustände wie vorher und nachher, unfertig und aufgegeben, eingenommen und verlassen zu einer Gleichzeitigkeit, die ihnen einen zeitlosen und allgemeingültigen Charakter verleiht. Sie geben dem Betrachter einen Eindruck von der menschlichen Befindlichkeit und doch zielen die Aufnahmen weder auf Vollständigkeit ab noch auf das Erstellen einer Typologie.

Ausstellung vom 28.3. bis 27.4.2008